Mittwoch, 16. Oktober 2013

Gedichte (138)

Einen wunderschönen guten Tag,

ein kleines Gedicht, das ich beim letzten Dichtungsring vorgetragen habe. Der Versuch mich selbst an die Dinge zu erinnern, die mich glücklich machen.
Ich wünsche euch einen schönen und selbstverfreilich glücklichen Resttag,

Liebe Grüße
Arno / Larry

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Was glücklich macht


Das Lächeln meines Kindes
Nach einer ruhigen Nacht
Der Blick in die Morgensonne
Ist man gerade aufgewacht

Eine feine Lieblingsspeise
Dampft in ihrer ganzen Pracht
Ein Tag der sanft vergeht
Vorbeischleicht mit Bedacht

Ein kühles Bier am Abend
Vom Kühlschrank gut bewacht
Der Rhythmus der Musik
Der Stimmungen entfacht

Eine schöne Zeile
Ganz plötzlich erdacht
Ein stimmungsvoller Text
In kurzer Zeit vollbracht

Das alles vereint
Ist was mich glücklich macht

Freitag, 11. Oktober 2013

Referenzen (1)

Einen wunderschönen guten Tag allerseits,

es gibt eine neue Kategorie namens "Referenzen", die ich unauffällig meiner Homepage hinzugefügt habe. Damit das nicht zu unauffällig bleibt, möchte ich den Inhalt hier auch vorstellen:


Ich bin ein großer Freund von Referenzen in Büchern und Geschichten. Bei Stephen King finden sich beispielsweise regelmäßig Bezüge zwischen den Büchern, in den Asterix-Comics gibt es oft Referenzen zu berühmten Musikern, Gemälden und auch in vielen vielen anderen Werken kann man sie entdecken. Da ich mich gerne auf andere Bücher, Songs etc beziehe, hier mal eine (noch unvollständige) Liste mit Referenzen, die in meinen Büchern, Gedichten und Erzählungen vorkommen. Wenn euch mehr auffallen schreibt mir an larry [et] arno-wilhelm.de, ich freue mich auf jeden Fall.

Schlicht und Ergreifend:

"Was wäre wenn" - Das Gedicht entstand während einer Zeit, in der ich sehr viel Ton Steine Scherben gehört habe. Darauf verweist auch die Zeile "Der Traum ist aus", die einem gleichnamigen (und großartigen) Song der Scherben entstammt.

"Meine nächste große Liebe" - Dieses Gedicht ist eine literarische Adaption eines gleichnamigen Songs von Götz Widmann. Song und Künstler gehören zu meinen absoluten Favoriten.

Ich und mein kleines Luxusproblem:


Der Titel des Buches ist ein Zitat aus dem Song "Single in Berlin" von Rainald Grebe.

Jack Rodman - die ganze Wahrheit:

Im Buch werden zwei Songs zitiert. Zum einen ist das "Mona" von Rüdiger Bierhorst von den Monsters of Liedermaching und zum anderen "Ein guter Tag zum Sterben" von J.B.O.

Dem Ende entgegen:

In der Erzählung taucht nebenbei eine Rodmanstraße auf, was natürlich eine Referenz auf den Protagonisten meines Debütromans ist.

BABYPOesie:

"Kitaplatz" - In diesem Gedicht wird ein Fräulein Speiter adressiert, was nicht nur ein passender Reim ist, sondern auch ein kleiner Verweis auf eins meiner Lieblingsbücher "Dr. med. Hiob Prätorius". Das ist ein Theaterstück von Curt Goetz das ich sehr mag und in dem ein Professor Spiter vorkommt. Während ich an dem Gedicht schrieb, habe ich zwischendurch immer wieder eine Hörspiel-Variante des Theaterstücks gehörtund dabei gefiel mir der "Kitaleiter / Spiter" - Reim so gut, dass ich ihn behalten habe, mit einer kleinen lautmalerischen Verschiebung, damit das Ganze besser lesbar ist.


Hin und wieder werde ich die Kategorie aktualisieren und würde mich sehr über Rückmeldungen eurerseits freuen,
Herzliche Grüße,
Arno

Schindluder & Moralapostel

Einen wunderschönen guten Tag allerseits,
 
2013 ist die zweite Anthologie der Periplaneta-Lesebühne "Vision & Wahn" erschienen. Sie trägt den Titel "Schindluder & Moralapostel" und enthält die beiden (abgesehen von meinem Blog) bis dato unveröffentlichten Gedichte "Moderne Kleingärtnervereine" und "Nein, Frau Doktor". Sie enthält viele Autoren die ich sehr schätze, unter anderem Matthias Niklas, Theresa Rath, Dirk Bernemann, Thomas Manegold, Marion Alexa Müller, Heiko Heller und Robert Rescue. 

Sie ist überall erhältlich wo es Bücher gibt, kostet 10 Euro und enthält viel feine Texte. 


Ich hoffe es geht euch gut bei diesem widerlichen Wetter,

Viele Grüße,
Arno / Larry

Dienstag, 1. Oktober 2013

Chuck Norris schafft den Bachelor in Regelstudienzeit

Einen wunderschönen guten Tag,
endlich ist mal wieder Zeit mich zu Wort zu melden. Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht: Ich habe "Hinter verschlossenen Türen" im Urlaub fertig geschrieben. Leider fehlen noch ein paar Überarbeitungsschritte für die es mir gerade an Zeit mangelt, bis das Ganze online geht. Um euch die Zeit bis dahin zu verkürzen gibt es hier schonmal einen noch unveröffentlichten Text von mir. Er hört auf den Namen "Chuck Norris schafft den Bachelor in Regelstudienzeit". Ich habe ihn für meinen Auftritt bei der Langen Nacht der Wissenschaften im Juli geschrieben. Er gehört inhaltlich zu meinem Text "Man kriegt kein Fleisch ohne Beilage" den ihr hier bei Youtube ansehen oder hier lesen könnt, je nach Bedarf. Der ursprüngliche Text ist nach meinem ersten Bachelor-Jahr geschrieben und hat sich langsam ein bisschen überholt angefühlt. Da hatte ich zur langen Nacht die Idee, dass ein Fazit zum Ende des Bachelor-Studiums gut passen würde.

Am 08.10. tritt übrigens ein weiteres Mal der Dichtungsring im Laika in Neukölln zusammen, den ich euch wärmstens ans Herz legen möchte. Dabei sind diesmal Matthias Niklas, Sascha Delitzscher, Marion Alexa Müller, meine Wenigkeit und The Sycamore Tree. Mehr dazu unter facebook.com/dichtungsring

Mit den allerbesten Grüßen,
Arno / Larry

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Chuck Norris schafft den Bachelor in Regelstudienzeit

Und dann stehe ich plötzlich da, mit ein paar Papieren in der Hand, und versuche zu realisieren, was da gerade passiert ist. Die Papiere sind ein Zeugnis, in deutscher und englischer Ausfertigung. Sie enthalten eine Aufzählung von Fächern, Noten und einen akademischen Grad. Ab sofort trage ich einen Titel. Bachelor of Science. Junggeselle der Wissenschaft. Und irgendwie fehlt etwas in diesem Moment. Etwas ganz entscheidendes. Die Fanfaren, die großen Jubelstürme, der Präsident der Vereinigten Staaten, oder zumindest der der Universität, der einem gratuliert. Menschen, die einen auf Händen durch den Flur tragen, Fans, die voller Bewunderung angelaufen kommen um einen Blick auf diesen Menschen zu erhaschen, der es tatsächlich geschafft hat. Auch wenn man es sich nicht eingestehen will, irgendwas in der Richtung hat man erwartet.
Stattdessen stehe ich in einem mäßig beleuchteten Flur voller Menschen, die mich keines Blickes würdigen. Menschen, die nur ernst und monoton immer wieder auf ihre Wartenummer und die Anzeige mit den leuchtenden Ziffern blicken. Wartenummer. Anzeige. Wartenummer. Anzeige. Ein Gong ertönt, die Ziffer springt eins nach oben, jemand geht hinein. Der Rest blickt wieder auf seine Wartenummer. Dann wieder auf die Anzeige. Wenigstens ein Schulterklopfen sollte ja drin sein, aber dafür müsste ich einen von diesen Menschen kennen und dem ist nicht so.
Soeben habe ich meinen ersten Abschluss gemacht. Und während den drei Jahren eine Menge Menschen gehen sehen, einen ganzen Haufen Zeug gelernt und einen gigantischen Berg an Dingen vergessen. Vielleicht war einiges von dem Druck den man gespürt hat nicht so systembedingt wie anfangs geglaubt. Vielleicht wäre es klüger gewesen, es ruhiger angehen zu lassen. Vielleicht wäre jetzt ein guter Zeitpunkt sich zu betrinken. Wenn schon keine Fanfaren und Jubelstürme, dann eben Sturm auf die Leber.
Aber streng genommen ist es zehn Uhr morgens und eventuell noch etwas früh dafür. Ich denke an die letzten Jahre zurück. An die Leute, die mit mir das Studium begonnen haben. An die, die erklärt haben, dass sie Informatik studieren wollen, weil sie Computerspiele mögen und sich mit dem Computer auch so ganz gut auskennen. An die, die in der Vorlesung World of Warcraft gespielt haben. Als die dann mal gegangen waren, stellte sich heraus, dass ich tatsächlich mit ganz normalen Menschen studiere, dass sich sogar der eine oder andere erstaunlich kluge Kopf unter ihnen verbirgt. Meine Füße tragen mich in eine unserer Cafeterien. Es mangelte vielleicht an Studentenpartys, wie ich sie mir vorgestellt hatte, aber immerhin gibt es hier auch am frühen Mittag schon gekühltes Bier zu kaufen. Ich lasse mich an einem Tisch nieder, trinke und beobachte die anderen.
Jetzt darf ich mich also für den Rest meiner Tage Bachelor nennen. Vor mir reihen sich zwar keine willigen Damen auf, die eine Rose geschenkt bekommen wollen, aber das war auch nicht wirklich zu erwarten.
 Mir fällt ein Satz ein, den ich mal auf einem Demo-Transparent gelesen habe. „Chuck Norris schafft den Bachelor in Regelstudienzeit“. Zugegeben, ich habe meinen Bachelor auch in sechs Semestern geschafft. Aber ich habe während dem Studium auch eine Gedichtreihe verfasst, die „Genesungslyrik“ heißt und im Krankenhaus und auf Kur an der Ostsee geschrieben wurde. Vielleicht, denke ich und trinke mein Bier aus, vielleicht ist es keine besonders gute Idee, sich mit Chuck Norris messen zu wollen.