Donnerstag, 7. Januar 2010

Gedanken im Winter

Müdigkeit


Wohin, fragte er sich.
Wohin soll man gehen, wenn die Beine schwer werden,
wenn man spürt wie die Zeit vergeht,
man ihr stetig dabei zusehen kann?
Man nichts fühlt ausser Spannung,
nichts hört ausser dem Ticken einer Uhr?
Wenn man spürt, dass sich der Sommer dem Ende zuneigt
und man nichts, gar nichts dagegen machen kann.

Die Füße schlurfen auf dem abkühlenden Teer
in Richtung Sonnenuntergang.
Das Auge schweift umher.
Man fühlt sich alt, wenn man man auch
noch so jung sein mag.

Nur Minuten vergehen so, nur wenige Meter ist man gelaufen,
und doch fühlt es sich an wie Zeitalter, die
vorbeigeflimmert sind.

Doch schon kommt die Sonne hinter dem Horizont durch,
ein Lächeln erblickt die Welt.
Ein Lächeln, so unverhofft glücklich wie es nur
Sonnenstrahlen im Frühling
auf dein Gesicht zaubern können.

Kein Blick zurück.
Neue, schöne Zeiten liegen vor deinen Füßen.
Es wird immer wieder Tag...